Schriften der Hans Ehrenberg Gesellschaft Band 4

Günter Brakelmann

HANS EHRENBERG
Ein judenchristliches Schicksal in Deutschland

Teil 2
Widerstand, Verfolgung und Emigration
1933-1939

Der zweite Teil der Biographie über den Heidelberger Philosophieprofessor und Bochumer Pfarrer Hans Ehrenberg beschreibt die theologische und seelsorgerische Existenz Ehrenbergs unter den dramatischen Bedingungen des Nationalsozialismus. Die Biographie belegt quellennah, daß es in Westfalen und darüber hinaus kaum einen Theologen gegeben hat, der so intensiv die theologisch-kirchlichen und politisch-ethischen Grundprobleme der NS-Zeit formuliert und reflektiert hat wie dieser Gemeindepfarrer. Materialreich wird der Weg in eine zunehmende Isolation auch in den eigenen Reihen der Bekennenden Kirche beschrieben, welche ihren judenchristlichen Pfarrer vor Amtsenthebung, Verfolgung und KZ-Haft nicht schützen konnte. Die Theologie Ehrenbergs wird vom Verfasser immer auf die ausgesprochenen oder latent vorhandenen politischen Konsequenzen hin untersucht. In dieser Zeit gilt: kein theologischer Satz ist politisch ohne Folgen.

Lesen Sie auch Teil 1: Leben, Denken und Wirken (1883-1932)

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Inhaltsverzeichnis:

Vorwort

Kapitel 1
1.1. Nation und Protestantismus „im Aufbruch 1933“
1.2. Bochum in den politischen Wirren 1930-1933
1.3. Die Kirche im Bochumer Panorama 1933/34
1.4. Die Selbstgleichschaltung kirchlicher Verbände und die Kirchenwahlen 1933
1.5. Bochumer Amtsbrüder

Kapitel 2
2.1. Der Pfarrer des 6.Bezirks und seine Gemeinde zu Beginn der „Wende“
2.2. Der Auftakt der politischen Verfolgung
2.3. Die Bochumer Bekenntnisse des Jahres 1933 und die Anfänge der Bekennenden Kirche
2.4. Die 72 Leitsätze zur judenchristlichen Frage
2.5. In Zustimmung und Kritik zum Betheler Bekenntnis
2.6. Im Dialog mit Gerhard Kittel
2.7. Im Dialog mit den Tecklenburgern

Kapitel 3
3.1. Der Weg der Bochumer Synoden
3.2. Die kleine Ökumene der Nachbarn
3.3. Um den Weg der Bruderschaft
3.4. Im Dialog mit Karl Barth
3.5. Um das Verhältnis von Kirche und Staat
3.6. Eine erste Bilanz: „Der Sieg der Kirche“
3.7. Die Kirche der Zukunft

Kapitel 4
4.1. Die Bekenntnissynode von Dahlem
4.2. Die vorläufige Kirchenleitung und die Reichskirchenausschüsse
4.3. Pfarrer und Theologe in der Tradition von Barmen und Dahlem
4.4. Das Ende der deutschen Staatsbürgerschaft
4.5. Ein Memorandum der Bekennenden Kirche zur Lage der Nichtarier
4.6. Eine theologische Woche in Wuppertal-Barmen
4.7. Der Entwurf eines Bibelkatechismus

Kapitel 5
5.1. Der Angriff auf den „Juden Ehrenberg“
5.2. Der Prozeß der Amtsenthebung 1937
5.3. Bischof Bell, Frau Waldstein und der deutsche Bekenntnispfarrer
5.4. Eine deutsche Stimme in England

Kapitel 6
6.1. Die „Kirche und Israel“ und das Problem des Widerstandes aus Glauben
6.2. Übergemeindliche Arbeit in der Bekennenden Kirche
6.3. Das Novemberpogrom 1938 in Bochum
6.4. Die Monate im Konzentrationslager Sachsenhausen
6.5. Der Weg in die Emigration
6.6. Ein deutsches Schicksal: Die Familie Ehrenberg

Bilanz eines Lebens 1933-1939

Anhang
- Bibliographie Hans Ehrenberg (1933-1938)
- Zeitgenössisches Schrifttum (1933-1938)
- Zeitgenössische Zeitschriften und Periodika (1933-1938)
- Allgemeines Literaturverzeichnis
 

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