BIOGRAPHIE HANS
PHILIPP EHRENBERG 1883-1958
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Eine ausführliche Biographie stellen die Schriften der Hans Ehrenberg Gesellschaft Band 3 (1883-1932) und 4 (1933-1939) dar. Hans Ehrenbergs Autobiographie ist als Band 5 in der Schriftreihe erschienen. |
Jugend
Hans Philipp Ehrenberg wird am 4.6.1883 in Hamburg-Altona als Kind einer Familie
des emanzipierten Judentums geboren. Er wächst in einem nationalliberalen
Elternhaus auf, in dem jüdische Tradition nur noch eine untergeordnete
Rolle spielt. Sein Studium der Rechts- und Staatswissenschaften schließt
er im Jahr 1906 mit einer Dissertation über die Lage der Hüttenarbeiter
im Ruhrgebiet ab. Nach seiner Militärzeit und einem Zweitstudium der Philosophie,
das er ebenfalls mit einer Promotion abschließt, wird er im Herbst 1910
Privatdozent für Philosophie in Heidelberg.
Wende
Entscheidend für seinen weiteren Werdegang wird das Jahr 1909, in dem er
sich in Berlin evangelisch taufen lässt. Noch vor der Novemberrevolution
tritt der Kriegsfreiwillige von 1914 in die SPD ein. Er wird SPD-Stadtverordneter
in Heidelberg und engagiert sich in der entstehenden religiös-sozialistischen
Bewegung. Im Jahr 1922 beginnt Ehrenberg das Theologiestudium. 1923 besteht
er das erste und 1924 das zweite theologische Examen. Er tritt aufgrund der
Bindungen seines geistlichen Amtes aus der SPD aus und ist seit dem 27.9.1925
als Pfarrer in Bochum tätig, wo er schnell zum theologischen Mittelpunkt
der evangelischen Arbeitnehmerbewegung sowie ökumenisch gesinnter Kreise
wird.
Kampf
Ehrenberg, der bereits seit 1927 mit den örtlichen Stellen der NSDAP in
scharfem Konflikt steht, gehört von Beginn an zu den führenden Persönlichkeiten
der Bekennenden Kirche. So entsteht im wesentlichen unter seiner Federführung
das 'Bochumer Pfingstbekenntnis'
des Jahres 1933. Im selben Jahr verliert Ehrenberg sein Lehramt in Heidelberg
und 1937 schließlich auch sein Pfarramt. Im Anschluss an die Reichspogromnacht
vom 9.November 1938, in der SA-Einheiten sein Haus verwüsten, wird Ehrenberg
KZ Oranienburg (Sachsenhausen) eingeliefert. Aufgrund einer Intervention des
Bischofs von Chichester kann er 1939 mit seiner Familie nach England emigrieren.
Hier verfaßt er seine Autobiographie,
die 1943 in Übersetzung erscheint.
Eine ausführliche Biographie
stellen die Schriften der Hans Ehrenberg Gesellschaft
Band 3 (1883-1932) und 4
(1933-1939) dar. Hans Ehrenbergs
Autobiographie ist als Band 5
in der Schriftreihe erschienen.
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