Hans-Ehrenberg-Preis 2006

AKTION SÜHNEZEICHEN FRIEDENSDIENSTE E.V.


Seit 1958 engagiert sich die Aktion Sühnezeichen Friedensdienste (ASF) in heute 11 europäischen Ländern, in Israel und den USA. Ziel von ASF war und ist es, aus der Verantwortung für die Verbrechen des Nationalsozialismus heraus Zeichen zu setzen für Versöhnung und Toleranz. "Der Selbstgerechtigkeit und dem Hass eine Kraft entgegensetzen", hieß es im Gründungsaufruf 1958. Jährlich leisten mehr als 180 Frauen und Männer einen einjährigen freiwilligen Dienst in Ländern, die unter dem NS-Regime gelitten haben. Sie begleiten Überlebende und deren Nachkommen, halten Gedenkstätten instand und engagieren sich in antirassistischen, interkulturellen und sozialen Projekten. Seit 1996 steht dem ein Austauschprogramm für Freiwillige aus Europa, Israel und den USA zur Seite, seit 2001 ein Trialog mit europäischen Partnerorganisationen.


ASF ÜBER SICH

"Im Bewusstsein, dass die Folgen des Nationalsozialismus noch immer spürbar sind, setzt sich Aktion Sühnezeichen Friedensdienste (ASF) für eine Verständigung zwischen den Kulturen, Völkern, Religionen und Generationen ein. Verwurzelt im christlichen Glauben bemüht sich ASF um die Zusammenarbeit mit allen, die für eine friedlichere und gerechtere Welt eintreten.

Aktion Sühnezeichen Friedensdienste verfolgt ihre Ziele durch die konkrete praktische Arbeit ihrer Freiwilligen, die sich in vielfältigen sozialen und politischen Projekten in 13 Ländern engagieren.

Sühnezeichen: Der Begriff steht für die zeichenhafte Übernahme von Verantwortung für die Folgen des Nationalsozialismus. Die nationalsozialistischen Verbrechen sind nicht 'wieder gut zu machen', konkretes Handeln aber kann zerstörte Beziehungen wieder aufbauen und einen Prozess der Versöhnung in Gang setzen: 'Des zum Zeichen bitten wir die Völker, die Gewalt von uns erlitten haben, dass sie uns erlauben, mit unseren Händen und mit unseren Mitteln in ihrem Land etwas Gutes zu tun; ein Dorf, eine Siedlung, eine Kirche, ein Krankenhaus oder was sie sonst Gemeinnütziges wollen, als Versöhnungszeichen zu errichten.' (Gründungsaufruf 1958)

Friedensdienste: ASF strebt einen umfassenden und gerechten Frieden an. Wir engagieren uns in Projekten, die sich gegen die Diskriminierung von Menschen aufgrund ihrer Religion, politischen Überzeugung, nationalen oder sozialen Herkunft, Hautfarbe, Sprache, körperlichen Konstitution, sexuellen Orientierung und Identität, ihres Alters oder Geschlechts richten."


MITGLIEDER UND UNTERSTÜTZER

Salomon Korn - Katrin Göring-Eckardt - Wolfgang Thierse - Klaus Bednarz - Thomas Roth - Iris Berben u.v.a.m.

ASF-PROGRAMME

Internationales Programm für deutsche Freiwillige

Deutschlandprogramm für internationale Freiwillige

Trilaterales Programm

Kurzfristige Freiwilligendienste

Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit


FINANZIERUNG

 

Übersicht

Begründung der Preisverleihung
Der Festakt



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